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Narrenpredigt 2014 gepredigt hat Pfr. Martin Dörflinger

Narrapredigt 2014

Melodie nach einem bekannten Lied


 

1.

Liabe Narra, liabe Chrischda, wo was glaubet oder itt,

jedafalls sind ihr heit komma, feirat d´Narramesse mit.

Viele moinat dass es so a verrucktes Zeig it braucha dät,

doch dia Fasnet isch en Spiegel für d´normale Realität.

 

Isch it alles aus de Fuaga, isch dia Welt it ganz verruckt?

Jeder streblet, suacht Erfüllung meh denn je:

Immer schneller, immer schneller, immer höher, immer höher,

immer weiter, immer weiter, immer meeh!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

 

2.

I beglückwünsch jeden oinzeln, wo in derra Narrazeit

ebbes auf dia frohe Botschaft und auf unsern Herrgott geiht.

Weil, grad wenma em Vergnüaga und em Irdischa so fröhnt,

sott ma au em Herrgott danke, der uns z´Leaba so verschönt.

 

Blos, natirlich, in saim Rahma, alles mit Verstand und Maß,

Doch am liabschda schiasst da Mensch halt drüber naus:

Immer gscheiter immer weiter, immer frecher, blos it schwächer,

und die Geischter, die er rief, werden zum Graus!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

3.

Alle renned, alle trabed, alle dund sie irgendwas,

alle welled, alle mached sich an riesa Freizeitspaß.

Alle brauched, alle hond für jeden Sport en extra Dress,

alle hetzed, alle jaged, alle sind im Freizeitstress.

 

Alle laufed, alle schnaufed, alle strampled, alle hampled.

Alles quält sich und behauptet des sei schee:

Immer schneller, immer schneller, immer höher, immer höher,

immer weiter, immer weiter, immer meeh!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

4.

Alle brauched, alle suachad Action und Animation,

alle fluchad, alle buachad doch da nächschde Urlaub schon.

Surfed, skated und snowboardet, springat Bungee ama Strick,

immer in de grelle Farba, auf dr Suche nach em Kick.

 

Alle trekken wie die Jekken, alle schwitzen und erhitzen,

Des Gekletter auf de Bretter bringts total:

Immer deurer, immer deurer, immer bunter, immer bunter,

immer öfter, immer öfter in´s Spital!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

5.

Alle wellat, alle messat, immer do sai, ganz sichtbar,

alle griaßa, alle küssa, im Beziehungs-Seminar.

Und in da Flamenco-Truppe, in da Bauchtanz-Therapie,

in da Selbsterfahrungsgruppe, in da Kunst-Kreis-Galerie.

 

T-Shirt malen, Beitrag zahlen, Inhalt suacha, Oierkuacha,

gib da Batik-Problematik no en Sinn:

Immer hipper, immer flipper, immer hopper, immer popper,

immer dreister und zeitgeister - immerhin!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

6.

Fitness-Center, Wellness-Kura, „Gsundheit“ isch an neia Kult,

Schwoiß und Opfer, Leischdungsdruck und meischdens gar it viel Geduld.

Do wo friier scheene Kircha, baut ma heit a Klinikum,

frogt itt noch em Heil dr Seele, macht bloß no am Body rum.

 

Idealmaß, Idealgwicht, Silicon und Liposom,

bis zum „Rumpfbeuga statt Kniabeiga“ - Syndrom:

Immer gsünder, immer minder, immer schlanker, immer ranker,

immer kranker macht des Gsundheits-Axiom:

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

7.

Bleibt dia Frog was ma do unter „gsund sai“ immer au verschdoht;

„gsund isch, wer sich möglichschd gar itt untersuacha loht“.

„Wer gsünder stirbt hot meh drvo“, ka länger ewig leaba,

und hot sich doch sei Lebensluschd, auf Erda it vergeaba!

 

Zum Faschda gibts noch Schnecka, Lachs und Frösch und Kaviar

Starkbier wegs de Kaloria, wie´s halt war:

Je verdrehter und je steter wird des Gegatoil konkreter

immer meh wird s´Lebenschaos offenbar.

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

8.

Dass mir iberhaupt no leabat deucht mi doch a Sensation

weil doch viele neue Gfahre unserer Volksgesundheit drohn.

Alle neue Meglichkaita in da Kommunikation,

machet uns total durchschaubar, schafft a gläserne Person.

 

Werd ich abghört? Werd ich durchcheckt? Gar mit Vira infiziert?

Lebts sichs überhaupt no ungeniert?

Immer ärger und no stärker aber wenig unbeschwerter,

immer und au überall wirsch observiert!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

9.

„Ein Auge ist, das alles sieht, auch was in Nacht geschieht“

Dagega hont sich Menscha gwehrt, dass uns Gott so sieht.

Doch kaum dass Gott vertrieba war, hont Menscha sich nagsetzt,

und herrschet über andere, wia d`NSA grad jetzt.

 

Facebook, whatsapp, twitter, google, follower und likes,

wer kennt sich do no aus in diesem Schwall?

Immer greller, immer schneller, immer sweeter und beliebter,

immer trendy, immer online, überall:

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

10.

Je medialer unser Gsellschaft, desto fremder scheint se mir.

Sin mir itt als kloine Kinder, glücklich gwea au ohne ihr:

Ohne Waifi, ohne Handy, ohne Gameboy, Spielkonsole

dodefiar hosch Freunde ghet, und au noit soviel Kohle.

 

Unser Bild und unser Weasa kasch im Internet heit leasa,

s´Medium zehlt meh wia d´Realität:

Immer bleicher, immer gleicher, no steriler, und subtiler,

immer Schein und oberflächlich aufgebläht.

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

11.

Lebensangschd und Kreislaufstörung, haschda, jaga, Kampf und Gier.

Was stabil isch, isch dia Währung, was labil isch, des sin mir!

Tolleranz mit Doppel-Ell, hoißt: alles find i toll,

Doch im Blick auf des, wo´s akommt, isch des Maß längscht voll.

 

Isch des itt, (gesprochen:) wenn d´Nasa lauft und wenn d´Fiass riachat,

a Zoiche, dass was krank sai muss?

Immer freier, einerleier, no gemeiner und entzweier,

ungehemmter, aufgeschwemmter - etz isch Schluss!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

12.

So, etz hommer öfters gsunga, dass bei Gott di Freude groß

solang da Bräutigam no do isch, isch mit Faschda no nix los.

Jesus isch der Bräutigam, sai Fraid macht andre froh

des isch, i sags eich, kolossal, des gibts sonsch nirgendwo.

 

Was zehlt, isch, dass er immer do, da Urgrund allen Seins,

da Herrgott, der uns Kraft gibt und Esprit.

Immer liebevoll, geduldig, wenn mir immer wieder schuldig

wenn mir moinat unser Glück finda mr nie!

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

13.

Neier Wain in neie Schläuche, neua Stoff auf a neis Kloid

alles andre macht itt glicklich, denn des duat oim nochher loid.

Löcher gibts scho gnuag im Leaba, auf em Konto sowieso.

Müss mr uns dia Blöße geaba? Jesus sagt: So wirsch itt froh.

 

Erschdens passts itt, zwoitens bringts nix,

drittens sieht des saubleed aus.

Immer sparsam, immer ängstlich, immer vorsichtig und kärglich

Immer bloß der Nähe noch, so wird nix draus.

 

Der Spaß, der hot a Loch, des sieht ma do dra doch!

Bei Gott findesch jedoch, a größre Freude noch.

 

14.

Höret also, liabe Narra, meiner Rede kurzer Sinn:

d´Fasnet will itt Freizeitstress, itt Zeitinfarkt, itt Spaßgewinn!

Besser wärs mir kenntet unsern dekadenta Lebensstil

mit da Fasnetszeit entlarva, und Entschleunigung wärs Ziel.

 

Warum itt dia gute Nachricht, dass des Leaba als an Chrischd

aus Erfahrung alles andre isch - als trischd:

immer ruhiger und erlöster, immer fröhlicher, getröster,

isch stabil und gibt Profil und  -  macht mobil.

 

Macht Ehre eurem Namen, lebt Gottes Freude.                      - Amen

Macht Ehre eurem Namen, lebt Gottes Freude.                     - Amen

 
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